In fünf schritten zur Fremdsprache

Du kannst jede Sprache einfach und schnell selbst erlernen und die INTOLANGS-Methode hilft dir dabei. In drei Phasen und fünf Schritten wirst du deine neue Sprache fließend Sprechen. 

 

Die phasen

In Phase 1 Information sammelst du Material über deine Zielsprache, aber auch was dich interessiert und überlegst dir, ob du wirklich die Zeit investieren möchtest. Eine Sprache zu lernen ist mit 30-60 Minuten Täglich über ungefähr ein halbes Jahr ist keine kleine Sache. 

 

Phase 2 Aufnahme dient hauptsächlich der passiven Aufnahme es geht dabei um Hören und Verstehen. Außerdem bereitest du dich in Schritt 2 auf evtl. ungewohnte Klänge oder Aussprachen vor. Das wichtigste in dieser Phase ist es möglichst viel an für unser Gehirn verständlichem Inhalt aufzunehmen. 

 

Phase 3 Anwendung - In dieser Phase hilft dir zunächst ein Tutor der dich Korrigiert und an dem du deine Sprache ausprobieren kannst. Damit aktivierst du die Sprache damit sie im Langzeitgedächtnis bleibt. Spätestens jetzt brauchst du keine Scheu haben deine Sprache überall auszuprobieren. Zuletzt kannst du dich noch um Grammatik und die Tonnen an weiterem Material kümmern, das es gibt, um immer besser zu werden. 

 

Die schritte

•   Information (1 Tag, Internet)

•   Basis (2 Monate, Pimsleur)

•   Aufbau (4-12 Monate, Assimil)

•   Aktivierung (2-12 Monate, iTalki)

•   Perfektionierung (Grammatik, Übungen etc.…) 

In der Klammer findest du die Dauer des jeweiligen Schrittes bei ca. 30 bis 60 min täglich und meinen persönlichen Favoriten an Lernmaterial. Mit diesen Kursen und Lernmaterialien wirst du ohne Pauken oder endlose Grammatik Übungen bis Schritt vier kommen. Die Kurse ergänzen einander, deshalb empfehle ich diese auch nacheinander zu nutzen. Solltest du mit anderem Material lernen wollen findest du weiter unten auch Alternativen angegeben.


Die Methode funktioniert zum Beispiel habe ich Spanisch mit diesen Schritten auf ein fließendes Niveau in nur 6 Monaten gebracht. Allerdings gibt es in jeder Sprache auch in der Muttersprache Luft nach oben. 

 

Im Folgenden nun die Schritte im Detail. Auch wenn dies nicht immer explizit erwähnt ist. Nutze möglichst viele Inhalte in Landessprache. Schaue z.B. eine Serie bei einem Streamingdienst, Podcasts oder YouTube Videos. Zunächst natürlich mit Untertiteln. 

 

Schritt 1 - Information

Bevor du Geld für Kurse Materialien oder etwas Anderes ausgibst, nehme dir Zeit und informiere dich, über die Sprache, die du Lernen möchtest. Wie ist der generelle Aufbau, gibt es Besonderheiten oder ist die Sprache mit einer anderen Sprache verwandt. Ist die Sprache einfach oder schwer zu lernen etc. 

Dauer

ca. 1h - 2Tage

Lernmaterial

Nutze zum Beispiel Wikipedia oder YouTube, um nach deiner Ziel Sprache zu suchen. 

Eine Empfehlung ist der englischsprachige YouTube-Kanal von Langfocus. Dieser liefert in meist unter 15 Minuten eine gute Übersicht über eine Sprache und deren Besonderheiten. 

 

Als Inspiration können zum Beispiel die zahlreichen Videos zum Beispiel des „Polyglott Gathering“ dienen. 

 

Schritt 2 - Basis

Jetzt gewöhnst du dich an die neuen Klänge der Sprache. Zusätzlich machst du das Sprachen lernen zur täglichen Gewohnheit, damit du, wenn der anfängliche Enthusiasmus verflogen ist, am Ball bleibst und die Sprache tatsächlich bis zu deinem Wunsch Ziel führst. 

 

Es geht darum die Melodie der Sprache ins Ohr zu bekommen und die generelle Satzstruktur zu erkunden. Damit dein Gehirn sich langsam an die Sprache und den Satzbau gewöhnt. Ganz nebenbei, lernst du dich in der Zielsprache vorzustellen nach dem Weg zu fragen und so weiter. Es geht nicht darum Grammatik oder möglichst viele Vokabeln zu pauken.

 

Wenn dein Ziel ist z.B. im Urlaub einen Kaffee bestellen zu können, oder höflich zu grüßen, dann kann nach Abschluss dieses Schritts dein Ziel erreicht sein. Bereits wenige gut gelernte Floskeln, machen im Umgang einen enormen Unterschied. 

Allerdings wirst du sehr wahrscheinlich auf fast alle Rückfragen deines Gegenübers mit einem Lächeln antworten müssen. 

 

Dauer

Ca. 1-3 Monate (je nach Sprache) bei ca. 30 Minuten bis ca. 60 Minuten Täglich.

Zusätzlich eine Serie oder YouTube Videos in deiner Zielsprache mit deutschen Untertiteln. 

 

Womit

Pimsleur

Das Audio Programm richtet sich hauptsächlich an englischsprachige Einsteiger und bietet eine gute Auswahl an Zielsprachen. Besonders die ersten 30 Lektionen sind, nach meiner Ansicht für diesen Schritt gut geeignet. Relativ mühelos baut man eine Grundlage auf, trainiert die Aussprache und gewöhnt das Gehirn auf die oft neuen Klänge. 

Wenn du als Deutschsprachiger amerikanisches Englisch lernen möchtest, bietet Pimsleur einen guten Kurs an.

Für mehr Information über das Pimsleur Programm  klicke hier. 

 

Alternativen

Langenscheidt/Pons 

Beide Langenscheidt und Pons bieten eine Vielzahl an Kursen an, die das Level A1-A2 abdecken. 

Achte darauf, dass du zu den Materialien Audio dazu bekommst, damit du das Gehörte aktiv nachsprechen kannst. Verwende keine Zeit darauf Vokabeln zu Pauken oder Grammatik in der Tiefe zu ergründen, sondern konzentriere dich auf den Inhalt die Texte und das Audio. In den Sprachen, in denen es verfügbar ist, biete die ersten Lektionen, des „Komplett-Paket“ von Langenscheidt eine gute Alternative. 

 

YouTube

Es gibt zahlreiche kostenlose Kurse auf YouTube. 

 

Schritt 3 - Aufbau

Bau dir die Grundlage für das Aktive Sprechen auf. Jetzt geht es darum deinem Gehirn verständlicher Inhalt vorgesetzt wird, den es Stück für Stück aufnimmt und anfängt für die Sprache ein Muster zu bilden. Diese Muster kann es dann wesentlich besser reproduzieren, als wenn du etwas Paukst oder stur auswendig lernst. 

 

Dieser Schritt führt dich außerdem vom Verwenden von Standardphrasen dahin, dass du einen großen Teil verstehst was du hörst. Außerdem ist es die Plattform dafür, die Sprache aktiv anzuwenden. Auch in diesem Schritt liegt der Focus nicht auf dem Sprechen, dem Schreiben oder der Grammatik.

Bei einer Sprache mit eigener Schrift kümmerst du dich jetzt auch Schritt für Schritt um das Lesen. Bei z.B. Chinesisch wirst du dich auch die nächsten Schritte benötigen es besteht also keine Eile. 

 

Dauer

Ca. 4-12 Monate (je nach Sprache) bei ca. 30 Minuten bis ca. einer Stunde Täglich.

Zusätzlich eine Serie oder YouTube Videos in deiner Zielsprache mit deutschen Untertiteln.

 

Lernmaterial

Assimil - ohne Mühe

Meiner Meinung der beste Kurs für diesen Schritt. Dies aus verschieden Gründen. Der Kurs fokussiert nicht auf Grammatik oder das Pauken von Vokabeln, sondern tatsächlich auf der Assimilierung der Sprache. Dazu bietet Assimil in meist 100 Lektionen, einen Text in der Zielsprache und den gleichen Text auf Deutsch an. Jetzt gilt es den Text öfters anzuhören, zu lesen und mit dem Deutschen zu vergleichen; dies solange bis ein gutes Verständnis darüber entsteht, was die einzelnen Worte und der Text im Kontext bedeutet. Nach zwei kurzen Übungen geht es am nächsten Tag auch schon in die nächste Lektion. Assimil enthält auch ein wenig Grammatik, aber das ist sehr entspannt. 

Nach dem Durcharbeiten hat man tatsächlich ein gutes Verständnis und kann sich kompetent dem nächsten Schritt widmen. 

Für eine ausführliche Beschreibung hier klicken. 

 

ANKI

Eine Art „Lernbox“ Software für digitale Karteikarten, die dir hilft, über gewisse Zeiträume aufgeschriebene Sätze zu wiederholen (nicht Pauken!). Ideal in Verbindung mit Assimil. 

 

Alternativen

Langenscheidt Komplett Paket

Das würde ich als Ergänzung bezeichnen und liefert qualitativ gutes Audio, gute Grammatik Erklärung und Übungen, wenn man das möchte außerdem ist es schön illustriert. Für mich ist der Kurs etwas langweilig, aber er enthält einfach sehr viel Nützliches Material. Es soll auch Menschen mit einer Vorliebe für Grammatik geben, die hervorragend damit lernen. Für eine ausführliche Beschreibung hier klicken.

 

Verständlicher Inhalt

Mache dir deinen Sprachkurs einfach selbst. Es gibt zahlreiche Bücher die eine Niveau Bezeichnung haben. z.B. A1, A2, B1, B2.. etc. Diese gibt es für bereits recht günstiges Geld beim Buchhändler oder es gibt auch freie Texte im Internet. Such dir ein Thema, dass dich interessiert und lese den Text. Wenn das noch nicht geht, suche dir ein online Wörterbuch und übersetze einfach Wort für Wort in der Form und geschriebenen Zeit. Schreibe die Übersetzung unter den eigentlichen Text. Wenn du diese Übung Tag für Tag machst, wirst du merken, dass du Irgendwann die wichtigsten Worte auch ohne nachzudenken weißt und irgendwann das Übersetzen nicht mehr oder selten brauchst. Die Grammatik wirst du so auch implizit lernen. Das funktioniert natürlich auch mit Serien mit Original Untertiteln. Diese sind allerdings meistens nicht synchron zum gesprochenen Wort. 

 

SChritt 4 - Aktivierung

Wenn du nur Lesen und nicht Sprechen möchtest, dann suche dir ab jetzt immer komplexere Inhalte, die du grade so zu einem Teil verstehen kannst.

Wenn du Sprechen möchtest geht es spätestens ab jetzt in die Praxis. Dieser Schritt dient dazu, dass du das in Schritt 3 gelernte nicht so einfach vergisst und flüssig abrufen kannst, wenn du es brauchst. Denn nun hat dein Gehirn all die Vokabeln und Grammatik aufgenommen und weiß allerdings noch nicht so recht, wie es dieses spontan abruft und anwendet. 

 

Ein Sprachtutor hilft dir, dass auszudrücken was du möchtest. Seine Aufgabe ist es dich zu korrigieren und dir zu helfen über unterschiedliche Themen zu sprechen. 

Wahrscheinlich kannst du bereits auf Untertitel in Serien oder YouTube verzichten. Bei Zeitungsartikeln und Büchern musst du nun immer weniger Worte nachschlagen. 

 

Dauer

2-12 Monate je nach Sprache bei einer Stunde am besten täglich oder jeden zweiten Tag.

 

Lernmaterial - WErkzeuge

Internet Platform

Das Internet bietet zahlreiche Plattformen bei dem man sich aus einer großen Auswahl den richtigen Tutor aussuchen kann, zum Teil auch kostenlos als Sprachpartner oder kostenpflichtig.

Die Plattform, die ich gerne nutze, ist iTalki. 

 

Alternativen

Sprachtreffen

Am schönsten ist es sich in einer guten Runde live zu treffen und in der Zielsprache auszutauschen. Bestimmt gibt es, dort wo du wohnst, solche Sprach treffen. 

Für mich ist es allerdings Initial einfacher das online zu machen, denn ein Buch neben dem Laptop gibt zunächst Sicherheit und man kann sich zuhause auch besser Notizen machen. 

 

Tutor

Einen günstigen privaten Tutor bekommt man unter anderem durch eine Annonce an einem Schwarzen Brett in einer Uni.

 

Schritt 5 - Perfektionierung

Jetzt kannst du schon ganz passabel lesen, Filme schauen und Sprechen. Nicht immer korrekt, aber du wirst verstanden jetzt geht es um Details.

 

Dir ist sicher aufgefallen, dass in allen vorgehenden Schritten die Grammatik nur am Rande genutzt wird. Nun hast du genug der Sprache im Kopf, um Grammatikbücher sinnvoll zu nutzen und sukzessive als korrektiv einsetzen zu können.

 

DAuer

Das liegt an dir. Man hört nie auf eine Sprache zu lernen, auch wenn es sich um die Muttersprache handelt. Eine Sprache muss man pflegen sonst verliert man diese unter Umständen. 

 

Lernmaterial

Es gibt sehr gute Grammatik und Übungsbücher in jeder Sprache. Ein Beispiel für Englisch ist zum Beispiel: English grammar in use. 

 

Die Welt der Medien in deiner Zielsprache steht dir nun offen. Suche dir ruhig auch ein Fachbuch in einem Interessanten gebiet, höre einen Fachvortrag, nutze eine VPN, um im Streaming mehr Inhalte in der Zielsprache zu bekommen. 

 

Zum Schluss

Ich nutze diese Methode gerade erneut anhand meiner nächsten Sprache und freue mich schon auf den jeweils nächsten Schritt. Ich wünsche Dir auch diesen Erfolg. Die Methode funktioniert vertraue darauf und bleib dran. In diesem Blog findest du künftig weitere Information über Materialien, die ich benutze, Hintergründe, warum dieses Schritt-für-Schritt-Vorgehen funktioniert und einiges mehr.